GZK vs CCD


Nachdem Gisbert zu Knyphausen im Frühjahr 2010 sein wunderschönes zweites Album „Hurra! Hurra! So nicht.“ herausgebracht hatte, gab es zwischenzeitlich nur ein Cover von „Leerer Raum“ der Lichter (und die Lichter coverten „Spieglein, Spieglein“) sowie im November 2010 ein Geimeinschaftswerk mit Nils Koppruch.

Seitdem gab es nicht viel Neues, nur Konzerte. Doch seit 24. August 2011 gibt es wieder was zu hören! Diesmal zusammen mit ClickClickDecker.


Auf „GZK vs CCD“ finden sich zwei Titel:

1. Gisbert zu Knyphausen – Frau Himmelblau bittet zum Tanz

2. ClickClickDecker – Die Aufgabe davor und die Abgabe danach

Die ersten Akkorde von „Frau Himmelblau…“ erinnern mich ein wenig an „Melancholie“ und Gisbert singt mit ungewohnt hoher Stimme diesen unglaublich zerbrechlich wirkenden Text, der beim ersten Hören doch recht abstrakt erscheint. Er entwirft dabei unglaublich sphärische und starke Bilder, die sehr deutlich durch die Atmosphäre der Melodien getragen, zusammen mit Gisberts Stimme, ihre Wirkung entfalten können.

Ich habe tatsächlich das Gefühl ich befinde mich irgendwo zwischen Himmel und Erde auf dem Cover, wenn er darüber singt, dass uns der Tanz zum Leben erweckt:

„[…] es scheint fast so als ob etwas in dir wirkt, dass deinen Pulsschlag erhöht, dich im Herzen trifft – wie ein Gegengift – lass es zu und tanz‘.“

„[…]komm lass los und tanz‘, schüttel deine seekranken Beine im Takt so gut wie du kannst.“

Da ich nur wenige Songs von ClickClickDecker mag, war ich sehr erfreut, dass ich diesen nun auch dazu zählen kann.

Die Musik ist hier das komplette Gegenteil mit deutlich mehr Struktur, „Bodenhaftung“ und einem deutlich mehr im Vordergrund stehendem Rhythmus und sogar hin und wieder mit stimmlicher Unterstützung des Herrn zu Knyphausen, was diesem Lied ungemein gut steht und wunderschön zur Stimme von ClickClickDecker passt.

CCD beglückt uns mit einem angenehmen Text über die Zeit, Flucht, Zerrissenheit, dem nicht verbunden sein.

„Manchmal würd ich mich gern zerreißen mich in alle Ecken kleben, der Wunsch zu hinterlassen und die Dringlichkeit daneben“

Vor allem die Gitarren finde ich höhrenswert und man sollte ihnen unbedingt Aufmerksamkeit schenken.

Zu kaufen gibt es diese wunderschönen Songs zur Zeit digital auf der Bandcampseite und ab 16.09. als 7″ Vinyl Single und Download auf den üblichen Plattformen. Einen Link zur Vinyl Vorbestellung gibt es ebenfalls auf der Bandcampseite der beiden.

Gisbert zu Knyphausen hat inzwischen seine Homepage mit Inhalten gefüllt und sie ist schlicht und sehr schön geworden. Vor allem die Abteilung „Videos“ ist zu empfehlen.

Auch von einem gemeinsamen Album mit Nils Koppruch 2012 wird gesprochen. Man darf also gespannt sein.

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