Writing Colours & Run Yo Line


Ali Rakhshandeh alias Rasul – Er war der Kopf der Formation „Square One“ aus München und einer der einflussreichsten Rapper in Deutschland und das mit englischsprachigen Texten! Ali Rasul verstarb am 11.05.2010, an einem Herzinfarkt in Vancouver, Kanada.

Gut ein Jahr nach seinem Tod erschien im JUICE MAG (#137; 15. Juni 2011) sein einziges Soloalbum. „Writing Colours“. Die Juice selbst schreibt dazu folgendes:

„JUICE hat die Ehre, mit der Veröffentlichung dieses posthumen Albums die Fackel eines außerordentlichen Talents am Brennen zu halten. Rasul, ehemals MC bei der legendären Münchner Formation Square One, ist im Sommer 2010 überraschend verstorben. „Writing Colours“ ist jedoch keine Collage zusammengebastelter Soundschnipsel aus den Tiefen verstreuter Festplatten. Alle Songs waren vor seinem Tod fertig ausproduziert. So wollte er sie veröffentlichen.

Zwei Drittel der Tracks produzierte das bis dato unbekannte Beat-Duo Truestatiks. Sie treten mit warmen Drums und knisternden Soul-Samples in die Fußstapfen Imans, der mit Ali einst den Klassiker »Walk Of Life« zauberte.

Crada, Alis musikalischer Ziehsohn, offeriert seine von Drake und Kid Cudi geschätzten Emo-Bretter. Zehn Jahre nach dem Meisterwerk schließt sich auch endlich der Kreis mit der lang ersehnten Reunion von Ali und Iman, und Rap wird für ewig zu Soulmusik. „Writing Colours“ ist die perfekte -Mischung aus traditionellem Square One-Sound und dem Ali, der immer am musikalischen Puls der Zeit war. Rest in Heaven, Rasul.“

Für mich ist dieses 15 bzw. 17 Track starke (2 versteckte Songs) Album das erste Mal, dass ich diese Richtung des englischsprachigen Rap liebe und tatsächlich anhöre.

Legt man die Scheibe ein und vergisst wo diese Musik entstanden ist, glaubt man sich tatsächlich bei einem Künstler aus den USA!

Jeder Song hat einen unglaublich warmen, weichen, gemütlichen, souligen Beat, der unglaublich gut mit Rasuls tiefer, angenehmer Stimme harmoniert. Seine Texte gehen tief. Es braucht mehrere Durchgänge um sie zu verstehen (auch bedingt durch die englischen Worte, die man nicht immer sofort 100% versteht). Einziges kleines Manko in meinen Augen die High Pitch Stimmen in so manchem Song – ich mag sie nämlich nicht, aber aufgrund dieser unglaublich starken Beats und Texte fällt das kaum ins Gewicht.

Die einzigen etwas härteren Beats erwarten euch in „Go“ dafür gibt es dort wunderschöne scratches und wordcuts und in „Children of the Sun“ vielleicht einer der interessantesten Beats, denn es gibt dort nur Drums und Streicher und es passt verdammt gut! Bei „Ragtime“ klingt es auch deutlich mehr nach kühleren Melodien, als Ausgleich klingen hier soulige Frauenstimmen durch den Song. In „Its Yours“ schleicht sich sogar ganz leise hin und wieder eine E-Gitarre ein vom großartigen Text ganz zu schweigen.

Absolute Höhepunkte während dieser ca. 1h 18 min Spielzeit sind

Self Titled
Welcome Home
Go
Train of Thought
It’s Yours
Hidden Track 2

Eigentlich möchte ich hier jeden Track aufzählen… warum eigentlich nicht, denn ich glaube nur das wird dem Album ansatzweise Gerecht. Alle Titel in voller Länge kann man sich hier anhören (Registrierung ist allerdings inzwischen dazu erforderlich). Für alle, die nicht in den Genuss der entsprechenden JUICE gekommen sind, können das Album mittlerweile auch digital auf amazon.de erwerben.

Die Tracklist sieht wie folgt aus:

1. Infinite
2. Movin‘ On
3. Self Titled feat. DJ Kitsune
4. Godbody
5. Crossroads
6. Cars Drive By feat. Amanda Silvera
7. Welcome Home feat. Hila
8. Until They Love Me No More
9. Heavenly Father
10. Go feat. DJ LP2
11. Train Of Thought
12. Let It All Hang Out
13. Nelson M. feat. Kaled Ibrahim
14. Children Of The Sun
15. It’s Yours
16. Ragtime
17. Exchange feat. Amanda Silvera
+ 2 Hidden Tracks:
18. Right On
19. Outro (Purple Haze)

I wanna teach you to fly / fly high to all the sky’s above to teach you the true meaning of love /the true meaning of hate / to take you to the beginnings of fate […] I show you how to paint to communicate […] you learn more about yourself, who you are, what you ain’t […]  I wanna teach you to be a soldier […] and the world is yours there is so much more you store / yes the world is yours / it doesn’t matter what you did before […] there is so much more you thought

Das perfekte Album, um am Abend in den Sternenhimmel zu schauen und sich THC zu gönnen.

Ein großartiges, zeitloses Album!

Einen weiteren unveröffentlichten Song namens „Run Yo Line“ und alle Infos zum dazugehörigen Beat (bekannt aus „Monstershit“ von Savas und Azad), sowie alle weiteren Zusammenhänge gibt es hier.

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Ein Gedanke zu „Writing Colours & Run Yo Line

  1. Pingback: Rasul feat. Hila – Welcome Home | Seelenhafen

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