Willkommen im lyrischen Folk des Max Prosa


Seine Musik und Texte kann ich immer wieder nur mit den Worten „großartig“ und „grandios“ beschreiben und das werden sie, weil sie genau das Gegenteil sind: schlicht, manchmal klingen sie sogar atemberaubend und tränengleich schön, mit ganz eigener Welt und Geschichte in den Instrumenten und Melodien, harmonisch, oft akustisch, aber auch mit Band – oder viel mehr einer „Gemeinschaft der freien musikalischen Liebe“ – wie Max es nennt.

Photo by Sandra Ludewig

Schon allein diese wunderschöne Bezeichnung für eine Gruppe Musiker, in der so viel Frieden, Liebe, Freiheit, Harmonie und Schönheit klingt, lässt ahnen was in seinen Texten steckt:

Bilder, Metaphern, die man so kein zweites Mal finden wird. Da ist tatsächlich immer wieder Zerrissenheit und Sehnsucht zu spüren und das in größtem Ausmaß! Aber gerade das macht diese Lieder für mich so wertvoll. Denn genau das Steckt in Text und Melodie, vor allem aber in deren Zusammenspiel und drückt aus, was in diesem Moment Schmerz, Gefühl, Zerrissenheit, Sehnsucht oder Wunsch ist und ist dadurch gleichzeitig Versöhnung mit mir selbst. Wem es ähnlich geht wird in Max‘ Liedern sehr schnell zu Hause sein und vielleicht auch einen Begleiter finden.

Seine Texte sind klassisch, nicht alte Schule, sondern einfach nur wunderschön alt. Wie eine Gegend in der die Natur Natur sein kann und ein wunderschönes altes Haus mit wildem Wein bewachsen ist – voller Phantasie. Es riecht nach Zugfahrten und alten, geliebten Reisekoffern. Zeit, Leben, Erfahrungen und die Liebe zum Schreiben und zur Musik haben sie werden lassen.

Man hat das Gefühl seine Texte werden mit Schreibmaschine oder sogar Feder zu Papier gebracht. Da gibt es keine moderne Technik, die braucht er nicht und als Hörer vermisst man auch überhaupt nichts. Das muss so sein, sonst wirkt es nicht.

Die Bilder seiner Texte klingen nach einer Reise in einem Buch, das von Marie, der Vergangenheit, der Stadt, der Zukunft und dem möglichen Zweifel erzählt, aber da ist ja noch sein Bruder. Tasunoro. Am Ende ist das eine Welt, die wir uns alle einfach nur zu gern wünschen, weil sie gut tut, weil wir uns darin wohlfühlen – in all diesen Bildern, die man nicht beschreiben kann. Deswegen lasse ich sie einfach für sich selbst sprechen:

Wo wir alle dumm rumsteh’ n und zuseh’ n wie selbstverliebte Clowns ihre eignen Schatten jagen, es macht Spaß ihnen zuzuschaun, bis irgendwer behauptet, es ist alles Spiegelglas und wir sind das.

(Abgründe der Stadt)

Tief im Gefängnis der Welt sind wir gefangen und ahnen es nicht.
Die Mauern, man kann sie nicht sehn, nur immer fühlen, sie stehn so dicht.

(Flügel)

Öffne die Augen Tasunoro,
bald fliegt er weg der Geist der Zeit,
zu schnell für uns auf unsrem Fahrrad,
mit nur einem Pedal – Es tut mir Leid.

(Tasunoro)

die verlorenen Poeten,
bringen Hass in eine Form,
und bald wird es zur Norm.
Manchmal bleibt nur die Enklave,
der eig’nen Phantasie…

(Totgesagte Welt)

Mit den Angeln in der Hand, um uns Wüste, weites Land
oh wir wollten so gern große Fische Fangen.

(So wieder Leben)

Hab gehofft, dass man den Dingen ihren Zauber lassen kann,
dann war alles voller Zauber und wir kamen nicht voran.

(Im Stillen)

Sein Debüt Album mit all diesen Schätzen wird am 27.01.2012 erscheinen und den Titel „Die Phantasie wird siegen“ tragen. Alle weiteren Infos zum Album oder auch der bereits erschienen „Flügel EP“ gibt es auf der offiziellen Homepage von Max.

Und warum eigentlich die Frage stellen woher man mit nur 21 Jahren diese tiefgründigen Texte nimmt? Ich persönlich bin verdammt glücklich und froh darüber, dass er es schon jetzt kann! Man denke nur daran was für großartig schöne Momente wir noch erwarten dürfen in den nächsten Jahren, Jahrzehnten…!!!

Diese Texte und Melodien, wie Max sie schreibt, habe ich die ganze Zeit gesucht, nur wusste ich es erst genau, als ich sie gefunden hatte – im Oktober 2010.

Wer nun immer noch nicht genug hat, oder gerade erst auf den Geschmack gekommen ist und auf Entdeckungsreise gehen möchte kann dies hier tun:

Mit einem sehr schönen Portrait bei DW Radio

Mit einem Interview bei On3 Radio

„Musik ist wie Wasser“ – Ein sehr empfehlenswertes , ausführliches Interview bei laut.de – alles was man wissen sollte.

Mit einem sehr interessantem und schönem Interview vom März 2011 auf deutsch und englisch

Mit einem Video über Max von amazon.de mit Blick auf den Sommer 2011

Bei den Ego.fm Lokalhelden im Interview

Mit einem sehr schönen, ausführlichem Interview im MYP-Magazin (Nr. 05 „Mein Anfang“ Ab Seite 42)

Bei TV Noir

Weitere Songs und Variationen sind auf youtube zu finden.

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5 Gedanken zu „Willkommen im lyrischen Folk des Max Prosa

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