Frühling


Mit ihrer zweiten EP bringen marie & the redCat den Frühling in die Wohnzimmer.

„Little notes…“ nennt sie sich und enthält fünf Titel. Einer davon eine Live Version, bekannt aus der ersten EP „Golden Cage“.

Hier möchte ich einen kleinen Einblick in einen Teil der EP geben.

Danke an Felicitas für das Rezensionsexemplar.

Cover. (c) amazon.de

Das Cover allein strotzt nur so vor Frühling und aufstrebender Energie. Und aus der liebenswerten Katze mit der roten Fliege ist kurzerhand ein ebenso liebenswerter kleiner Vogel geworden, der auf der CD seine Flügel ausbreitet. Ich genieße immer wieder diesen kleinen Moment, diesen Vogel fliegen zu sehen, dieses vage Gefühl von Freiheit, dass sich dabei in mir bemerkbar macht…

Home. Gitarren, hohe Töne, hohe Stimme. Eine gewisse Fröhlichkeit trifft man im ersten Titel. Der genau darin Helligkeit und Gemütlichkeit trägt wenn es heißt

take off your shoes there is nothing to loose.

Und genau diese Mischung breitet sich im Refrain zu einer sicheren, umarmenden Wärme aus und man fühlt sich so, so sehr zu Hause. Es es ist das Klatschen, der Rhythmus des Schlagzeuges und die Streicher, die das Feuer im Kamin knistern lassen.

Vulcano beginnt mit einem Rhythmus, der etwas meditatives hat und in dem man sehr schnell versinken kann. Und im Refrain diese kraftvollen Gitarrenakkorde, die sehr klar und deutlich klingen.Melodisch sticht auch das Xylophon hervor, was wunderschön mit dem Rest der Melodie harmoniert und zum Schluss die sehr angenehmen männlichen Backround-Stimmen…

Ich mag die Metapher des Kartenhauses und des Vulkans, die sich durch das gesamte Lied ziehen und dadurch auch etwas spannendes und fesselndes erzeugen und ich mich ständig frage wird es zusammenstürzen und wird er ausbrechen?

You & Me entwirft eine sehr angenehme, ruhige und frühlingshafte Atmosphäre. Das Akkordeon macht es sogar ein klein wenig maritim. Es beschreibt so wunderschön unaufgeregt Momente zwischen zwei Menschen und stellt gleichzeitig Fragen, die sich um die tiefe der Beziehung zueinander drehen. Emotion und Tiefe so vorsichtig ausgedrückt – die Frage nach dem gemeinsamen Kartenhaus – wagt man es? Und dazu das rhythmische Schlagen, dass mich immer wieder an einen Pulsschlag erinnert und das Bild vor Augen ruft, wie das Blut durch den Körper rauscht, obwohl in diesem Lied so gar nichts nach Geschwindigkeit dürstet, sondern genau das Gegenteil tut: Ruhe ausstrahlt, eine gewisse Gemütlichkeit, Genuss. Leben.

Mit A Beautiful Day und A Golden Cage reihen sich ein etwas schnellerer und ein etwas schwermütiger Song zu den drei beschriebenen. Eine wirklich angenehme Mischung.

Insgesamt ist es ein sehr leichtes und trotz der durchaus unangenehmen Themen fröhlich klingendes Album, mit einer sehr gelösten und positiven Atmosphäre, die perfekt in den Frühling passt. Auf einen ersten Langspieler darf man gespannt sein.

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