A Celebration Of New Orleans Blues


Eine Ära geht zu Ende. Am Montag (21.05.2012) lief in den USA die aller letzte Folge Dr. House. Doch wer die Serie regelmäßig geschaut hat der weiß, wie unfassbar gut Hugh Laurie die Rolle des Dr. Gregory House verkörpert hat und auch, dass er sehr musikalisch ist. Diese Serie war es auch, die mich auf Hugh Laurie aufmerksam gemacht hat.

Dieses Ereignis möchte ich zum Anlass nehmen, dem schon im April 2011 veröffentlichten Album von Hugh Laurie, „Let Them Talk“, die Aufmerksamkeit zu schenken, die es verdient hat und somit auch der musikalischen Seite Hughs.

Ich möchte mit diesem Artikel in meine Lieblingssongs eintauchen, sie näher bringen, tiefer gehen. Auf die Dinge eingehen, die mir persönlich wichtig sind.

Dies ist außerdem der erste Artikel, der hier sowohl in deutsch, als auch in englisch zu lesen ist.

For the english translation click here.

Cover (c) amazon.de

Ein schlichtes und schönes Cover macht den Anfang und als ich das erste mal Hughs Worte im Booklet las, war ich sehr berührt, denn da war in jeder Zeile eine unglaublich starke und tiefe Liebe zur Musik bzw. zum Blues an sich zu spüren. Ich begegnete in diesen seinen Worten unausweichlich und immer wieder einer tiefen Überzeugung, Entschlossenheit und der tiefen Bedeutung, die Blues für ihn und in seinem Leben hat.

Für mich persönlich ist dieses Album eine erste tiefer gehende Auseinandersetzung mit dieser Art von Musik.

St. James Infirmary. Ich liebe Hughs Piano-Ouvertüre so sehr: Der sanfte Beginn dann die laute und fast schon wilde Sequenz an die sich wieder Ruhe anschließt um dann in einen fast schon Gitarren ähnlichen Rhythmus zu verfallen, der auch von Gitarren, Streichern Rhythmus und anderem Begleitet wird. 2:40 Minuten in die man sich fallen lassen kann. Hughs leicht kühle und raue Stimme passt perfekt zu der ebenfalls eher dunkleren, kühleren Melodie. Die Hörner bilden dazu einen wunderschönen Kontrast. Überhaupt spinnen sich die begleitenden Instrumente ganz wunderbar um das Piano herum und bilden ihre ganz eigene Ebene – man kann sie Begleiten, aber auch beim Piano bleiben.

Die erste SingleYou Don’t Know My Mind. Eine leichte, tanzbare Gitarrenmelodie beginnt. Die Gitarre selbst klingt in meinen Ohren, als hätte sie schon sehr vielen Geschichten zugehört und ebenso viele selbst erzählt – ein bisschen knochig, traurig, ein bisschen trocken, aber mit sehr viel Erfahrung und sehr liebenswert spielt sie ihre Melodie. Ich liebe den Bass in diesem Lied und dann ist da noch diese wunderschöne, zarte und doch deutliche Frauenstimme.

Baby you don’t know, you don’t know my mind When you see me laughing, I’m laughing just to keep from crying

Dieser Satz spricht mir so sehr aus der Seele. So oft verbergen wir, was uns quält aus den verschiedensten Gründen, oft genug aber wohl, weil da kein Platz ist, kein Moment, der sich genau dafür Zeit nehmen kann und Fragen. Klingt die Gitarre deswegen so wie sie klingt? Ist sie das Instrument, das genau für diesen Gedanken steht, für die Tränen, während alle andern fröhlich tanzend lächeln?

Swanee River ist ein Song der unglaublich viel Spaß macht und bei dem man ohne Tanzen nicht kann. Auch wenn er zu Beginn gar nicht so wirkt, sondern eher nach dem ganzen Gegenteil und all die Tränen, die in You Don’t Know My Mind eben noch unterdrückt wurden, raus lässt. Denn da ist dieser schwere Piano-Sound, die klagenden Streicher und Hugh Lauries Stimme,  sie ist in genau diesem Moment und Gefühl der Instrumente und der Stimmung, welche das Bild des Swanee Rivers im Booklet auslöst, um gleich darauf diese fast schon ein wenig verzweifelte Stimmung aufzulösen… um dann frei zu sein, ehrlich und mit Spaß zu tanzen, ohne eine schmerzende Seele.

Vom Fluss ins Meer. Mit The Whale Has Swallowed Me. Und so dunkel und düster es dort ist, so wunderschön melancholisch ist auch die Melodie dieses Liedes. Und da ist sie wieder. Zu Beginn und ganz für sich. Die Gitarre, die so viele Geschichten kennt.

Ich liebe diese Kraftvollen Akkorde ab Minute 1:17 und all die Spielerei, die im gesamten Lied von der Gitarre kommt.

They say the whale swallowed Jona
Out in the deep blue sea
Sometimes I get that feeling
Same old whale has swallowed me
[…]
Sometimes I get that feeling
Every creature need some rest
I believe the whale got sick
That’s why I have this blues

Ich liebe diese Zeilen sehr. Diese dumpfen, melancholischen, depressiven, grauen und dunklen Momente gepaart mit Perfektionismus – ich kenne sie zu gut…

Let Them Talk. Der wahrscheinlich wichtigste Titel für das Album und die Arbeit am Album selbst, denn:

Worst of all, I’ve broken an imprtant rule of art, music, and career paths: actors are supposed to act, and musicians are supposed to music. That’s how it works. You don’t buy fish from a dentist, or ask a plumber for finanicial advice, so why listen to an actor’s music?

The answer is there is no answer. …

Ich mag sehr das sanfte, weiche Klavier zusammen mit dem Hauch und all den zurückhaltenden Rufen und der angenehm umarmenden Begleitungen der Mitinstrumente. Und auch hier ist es wieder Hughs Stimme, die mich festhält und in der so viel Leidenschaft und Hingabe klingt.

Aber die wichtigste Botschaft für mich ist:

Just let them talk, if they want to
Talk don’t bother me
I’m gonna keep on ‚til the whole wild world knows
that I really love you, I really love you so…

And let them whisper
For they know not
What’s between you and I
I’m gonna keep on,
I’m gonna keep on loving you…

… Music!!

„Let Them Talk“ ist nicht zuletzt ein großer Wunsch den sich Hugh Laurie erfüllt hat, sondern es ist auch ein Album, welches in jedem Moment all die Liebe, die für Hugh in dieser Musik steckt und die ihn schon so viele Jahre seines Lebens begleitet, spürbar macht.

Dieses Album ist nicht nur durch seine Features mit Tom Jones, Irma Thomas und Dr. John, sondern vor allem auch durch die Hingabe Hughs eine wahrhaft angemessene Celebration des New Orleans Blues.

Mit jedem Titel kann man die Liebe zur Musik, von der Hugh erzählt, spüren. Besonders, wenn man ihn dabei sehen kann und deutlich wird, wie sehr er mit und in der Musik ist und wie groß diese Verbundenheit ist – das ist freie musikalische Liebe.

Hugh Laurie und die (Blues) Musik hamiltonhodell.files.wordpress.com

Ein sehr schönes Radiointerview mit Hugh bei Jazz FM über sein Album, seine Einflüsse, New Orleans und vieles mehr könnt ihr hier hören.

Seit November 2011 ist außerdem eine Special Edition des Albums erhältlich.

The english version below

———————————————————————————————————————

 I did my best while translating my thoughts from German into English. They were written down in German first, and I really tried to express what I meant in every detail and that’s why the English sentences aren’t perfect.

You might find some typical german mistakes and this is why the content might become a little difficult to understand sometimes. Therefore I would like to ask you to excuse my mistakes. But I  hope that all visitors will enjoy my statements.

An era comes to an end. On Monday (5/21/2012) the last episode of House M.D was aired in the USA. However, who has watched the series regularly knows how gorgeous and fabulous Hugh Laurie has embodied and acted the character of  Gregory House, M.D. and knows also that he is very musical, too. It was this serial which has drawn my attention to Hugh Laurie, the first time.

I would like to take this event to the occasion, to give the album of Hugh Laurie – „Let Them Talk“ –  which already released in April 2011 – the attention which it has earned and therefore also the musical side of Hugh.

With this text I would like to dive into my favorite songs, give an understanding, a deeper go from what I touched deeply. Would like to tell you about what’s important for me. I will bring my perception and thoughts of music closer to you

Moreover, this is the first article here on this Blog which you can read in German, as well as in English.

Cover (c) amazon.de

A simple and nice cover starts and when I read Hughs words in the booklet the first time, I was touched deeply, because I could feel a incredibly strong and deep love with the music or to the blues on itself in every line. I met in his words unavoidably and over and over again a deep conviction, determination and the deep meaning which has the blues for him and in his life. And it felt so very, very kind during the whole notes.

This album is a first deeper involvement with this kind of music for me.

St. James Infirmary. I love Hughs piano overture so much: The gentle beginning, then the loud and almost quite wild sequence in which joins rest again to fall directly after in a Rhythm almost quite similar to guitar which also attended from guitars, the strings, ryhthm instruments and other – 2:40 minutes which you can dive deep into the music with yourself or which can keep and hold your soul. Hughs slightly chill and rough voice fits perfectly to the also rather darker, chiller melody. The horns form in addition a wonderful contrast. Generally the accompanying instruments spin themselves quite wonderfully round the piano and form its quite own level – you can attend them, but stay also with the piano.

The first singleYou Don’t Know My Mind. A light, danceable guitar melody begins. The guitar itself sounds in my ears as if it had already belonged to a lot of stories and also would have told many themselves – a little bit bony, sadly, a little bit drily, but with a lot of experience and very lovingly and gently it plays its melody. I love the bass in this song and then still this is there wonderful, tender and nevertheless clear women’s voice.

Baby you don’t know, you don’t know my mind
When you see me laughing, I’m laughing just to keep from crying

This line speaks so much out of my soul. So often we hide what heartaches us for most different reasons, often enough, probably because there is no place, no moment with time exactly for our questions, tears and pain to find an answer. Is that the reason why the guitar sound in this way? Is it the instrument which stands exactly for this thoughts, for the tears, while everybody else go on dancing happly and simle?

Swanee River is a song which makes incredibly a lot of fun and which is not able to listen without dancing even if it does not seem like that in the beginning, but rather like the whole opposite. And all tears which were just still suppressed in You Don’t Know My Mind are comming up now. ‚Cause there is this heavy piano sound, the wailing strings and Hugh Lauries‘ voice is so deep in this moment and feeling from the instruments and in that mood which releases the picture of the Swanee River in the booklet to dissolve this almost bit desperate mood immediatly afterwards. To be free and dance honestly with fun and without a hurtful soul.

From the river to the sea. With The Whale Has Swallowed Me. So darkly and gloomily it is there, so wonderfully melancholic is it also in the melody of this song. And there it is again. At the beginning and completely for itself. The guitar which knows so many stories.

I love these powerful chords from minute 1:17 and all gimmickry which comes of the guitar in the whole song .

They say the whale swallowed Jona
Out in the deep blue sea
Sometimes I get that feeling
Same old whale has swallowed me
[…]
Sometimes I get that feeling
Every creature need some rest
I believe the whale got sick
That’s why I have this blues

I love these lines very much. These vague, melancholy, depressive, grey and dark moments combined with perfectionism – I know them too well…

Let Them Talk. Probably the most important title for the album and the work on the album itself, because:

Worst of all, I’ve broken an imprtant rule of art, music, and career paths: actors are supposed to act, and musicians are supposed to music. That’s how it works. You don’t buy fish from a dentist, or ask a plumber for finanicial advice, so why listen to an actor’s music?

The answer is there is no answer. …

I like the gentle, softy piano together with the breath and reserved calls and the pleasantly embracing accompaniments of the coinstruments, very much. And here is it also Hughs voice again which holds on me and in which sounds so much passion and devotion.

But the most important message for me is:

Just let them talk, if they want to
Talk don’t bother me
I’m gonna keep on ‚til the whole wild world knows
that I really love you, I really love you so…
And let them whisper
For they know not
What’s between you and I
I’m gonna keep on,
I’m gonna keep on loving you…

… Music!!

„Let Them of Talk“ is not least a big wish itself Hugh Laurie has fulfilled, but it is also an album which makes all love which is for Hugh in this music and which accompanies him already so many years of his life at every moment perceptibly.

This album is not only by his features with Tom Jones, Irma Thomas and Dr. John, but above all also by the devotion Hughs a really adequate Celebration of New Orleans blues.

With every title you can feel the love to the music about Hugh tells. Particularly if, you can see him and it becomes clear, how much he is with and in the music and how big this attachment is – this is free musical love.

Hugh Laurie and the (Blues) Music hamiltonhodell.files.wordpress.com

You can hear a very nice radiointerview with Hugh at jazz FM about his album, his influence, New Orleans and a lot more, here.

Moreover, since November, 2011 a special edition of the album is available.

Back to top

Advertisements

4 Gedanken zu „A Celebration Of New Orleans Blues

  1. ich danke dir für die schönen Augenblicke die du mir gibst! Vielen Dank für deine Art zu schreiben, gefällt mir immer wieder sehr!

  2. Pingback: Hugh Laurie Live From New Orleans – Full Concert | Seelenhafen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s