Von Hafen zu Hafen


Lieber Andie + Wotan,
Lieber Clueso + Band,
Liebster Jöran,
Lieber René,
(Lieber Hannes)
Liebste Makabus,
Lieber Ryo,
Lieber André,
Lieber Max,
Lieber Norman,
Liebster Zughafen,

Mit diesem Brief möchte ich meine Gedanken zum Zehn Sampler mit euch und all den anderen Zughafen-Liebhabern teilen und euch hier im Seelenhafen danke sagen und hoffe, euch etwas von dem zurück geben zu können, was ich von euch bekommen kann.

„…ein enger Kreis. Ungebremster Fleiß ließ uns das bauen, was jetzt Zughafen heißt – Knotenpunkt eines gemeinsamen Traums.“
(The Rythm Club – Wenn ich weg geh)

2002 – 2012

Auch wenn es einige Wochen verspätet kommt. Doch zu aller erst möchte ich vor allem Andie – denn ohne dich gäbe es den Hafen wahrscheinlich nicht und er wäre wohl auch nicht so, wie er Heute ist – zum Kulturpreis der Stadt Erfurt gratulieren. Endlich habt ihr ihn bekommen, nachdem es bei einem ersten Anlauf von mir nicht geklappt hat. Diesmal war ich allerdings nicht mit im Boot. Es freut mich sehr für euch! Verdient habt ihr ihn euch redlich!

(c) zughafen.de

Zum ersten Mal auf euch aufmerksam geworden bin ich 2005, als der erste BVSC stattfand. Ich habe weiterhin verfolgt was Clueso tut und um ihn herum so passiert. Zum ersten Mal Live habe ich Clueso dann auf dem Himmelblau Festival 2005 gesehen, aber das erste Clueso-Konzert außerhalb eines Festival-Rahmens sollte ich dann erst Neujahr 2013 erleben. Dazwischen gab es aber viele tolle Konzerte von Max, Ryo / Norman und den Makabus. Jedes einzelne war es Wert dabei gewesen zu sein!

Irgendwann gab es dann die CD Pakete mit euren ersten beiden Samplern, dem Rythm Club Album, Der Makabu EP, sowie Eigensinn von Bates.

So nahmen die Jahre ihren Lauf, in denen ihr mich musikalisch begleitet. Danke dafür! Und mit jedem Künstler, der zu euch kam und jeder Veröffentlichung, wusste ich, dass ihr meine musikalische Heimat seid und bleiben werdet! Bei keinen anderen Künstlern / Musik fühle ich mich so wohl und finde so vieles, was auch inhaltlich so sehr mit mir zusammen passt!

Ich bin euch vor allem so sehr dankbar, dass ihr die Makabus bei euch aufgenommen habt! Ich erinnere mich noch genau an die ersten Tage und Wochen mit A Place Beneath, es klang von Anfang an alles so unglaublich tief vertraut, nach fast drei Jahren mit diesem Album und vielen Momenten mit der Band weiß ich, dass in der Musik der Jungs auch ein Teil meiner Seele klingt, dass ich im Herzen ein Teil dieser Band bin. Kein Album und keine Band dieser Welt hat mir jemals mehr bedeutet als ihr, Jungs! Und ich habe mit diesem  Album noch immer so vieles zu entdecken und vor allem zu vertiefen.

Aber ich bin auch so unglaublich froh und glücklich mit dem Zehn Sampler endlich, endlich wieder etwas neues von euch zu hören, liebe Makabus. Und dieser Moment vor dem ersten Hören, die Nervosität und Vorfreude auf all diese Dinge, die mir so sehr wichtig sind, ist unbeschreiblich. Fragile Hopes.

Dieses Glück und diese Erleichterung, das alles noch beim alten ist und das Gefühl, dass sich die Dinge entwickeln, bewegen und voranschreiten ist großartig und hält nach so unglaublich langer Zeit der Stille sehr, sehr lange an und hat eine Art der Qualität und Intensität, die schwer zu beschreiben ist, wo man doch diese langen Wartezeiten so nirgends mehr zu finden sind, in dieser schnelllebigen Welt.

Jöran, hat sich deine Stimme etwas verändert? Das war ein erster Gedanke, der mir in den Kopf kam, als ich dich singen hörte.

Und schon nach den ersten Tönen ist sie wieder da. Diese alte, und so sehr lieb gewonnene Vertrautheit und Verbundenheit gleichzeitig zu mir und zu euch, in dieser wunderschönen Melodie, die da klingt und mich auffängt. In der genau das klingt, was mich euch so sehr lieben lässt und ich nicht beschreiben kann.

Die neue Art und Weise des Textes mag ich sehr, sie steht dem Song und auch der Band an sich sehr gut. Die etwas druckvollere Gitarre im Refrain passt so wunderschön zu „going to crush them all“ in der Strophe davor.

Und ich bin so unglaublich froh über diesen Moment in dem es heißt „trust me, its all okay“, denn es tut so unglaublich gut das von jemandem zu hören, dem ich tatsächlich vertraue(n kann). Es tut so unglaublich gut, mich darauf einlassen zu können (völlig egal aus welchem Anlass diese Zeile entstanden ist und in welchem Zusammenhang sie mit dem Rest des Songs steht). Es tut so unglaublich gut zu hören, dass alles gut ist bzw gut wird, wenn man es am meisten braucht. Danke!!

„He’s modern type of guy how cares about emotionaly unbalanced souls that he always try to save“ Ich musste spontan an mich und meinen Studiengang denken, wobei das auch nur bedingt stimmt, ich mich aber dafür auch in ihr wieder finden kann. Und ich so oft Lust habe von allem Abstand zu nehmen, zu distanzieren, zu trennen.

Aber da sind all die zerbrechlichen Hoffnungen, über die ich erst einmal so richtig nachdenken muss und mir bewusst machen, was das denn für mich für Hoffnungen sind und was ich damit tun will. Aber ich kann sie spüren, während dem hören, in mir all diese Hoffnung und diese Zerbrechlichkeit, vielleicht fängt das „trust me…“ auch diese noch unscharfe Zerbrechlichkeit der Hoffnungen auf. Und dann ist da auch dieser eine kurze Moment kurz vor Ende – in dem die Gitarre allein ohne Begleitung und plötzlich so vorsichtig und leise ist – in dem ich das Gefühl habe, gleich zerfällt der Song und ich muss ihn auffangen, um ihn nicht zu verlieren.

Ich mag den gemeinsamen Rhythmus von Gitarre und Schlagzeug in der Bridge. Und die Momente in denen du das Kraftvolle deiner Stimme zurück hälst, es aber dennoch deutlich spürbar und hörbar ist. Ein großartiger neuer Song.

Liebste Makabus, bitte nicht aufhören, es hat gerade erst begonnen… ich bin so unglaublich gespannt,  auf das, was mir das kommende Album schenken wird! ♥

Und ich habe das Gefühl all diese Worte können immer noch nicht mit all der Kraft und Vielfalt ausdrücken wie wertvoll mir ihr seid und wie sehr ich euch liebe. Doch vielleicht können es diese Fotos – entstanden auf dem bisher glücklichsten Makabu-Konzert, auf dem ich war. Noch zwei Tage später konnte ich von der dort mitgenommen Energie zehren:

Makabu (4)SW

13.08.2010 Fritzer, Erfurt

Makabu (5)SW

13.08.2010 Fritzer, Erfurt

Lieber Hafen, als ich mir „zehn“ anhörte und Gedanken zu diesem Artikel hier machte, viel mir auf, wie wenig ich eigentlich zu den meisten Stücken sagen muss, weil ich es in der Vergangenheit hier im Seelenhafen schon getan habe. Und es macht auch mir noch ein mal deutlich, wie wichtig mir eure Musik ist.

Mr. Bugslow, Max, Ryo, Norman – sie alle haben schon ihren Platz im Seelenhafen – einen Besonderen die Makabu Version von „Solace“, denn er ist der einzige Song in diesem Blog, dem ich einen gesamten Artikel gewidmet habe. Und endlich hat der Song den so sehr verdienten Platz auf einer CD in physischer Form bekommen.

Doch da ist auch dieser wunderbare neue Song von Clueso. Warum tanzt du allein. Er erinnert mich an alte Zeiten in denen es schon öfter mal den ein oder anderen Song gab, der von Partys oder Clubabenden erzählt hat, dennoch ist dieser hier anders. Er hat dieses geschmeidige in der Melodie, zu dem man sich sofort bewegen will und man spürt sofort, dass da etwas in der Luft liegt. Definitiv ansteckend!

Ich liebe diese Anspielung auf „Fuffies im Club“ und überhaupt diese leichte Neigung in Richtung Rap und seine sympathische Frechheit. Lange vermisst, all diese Wortspielereien in dieser gesamten Mischung. Und mit jeder Zeile baut sich eine neue Szene vor meinem Auge auf…

Lick My Shoes. Ein Song zum feiern, der unglaublich Bock auf das Album vom Bungalow macht! Ein Video gibt es außerdem dazu:

NAS D mit Jöran – Welcome To My Soul. Nach dem Song4Japan der zweite Titel mit Jöran und NAS D. Gibt es noch mehr von euch beiden? Das ist eine sehr gut zusammenpassende Mischung, mit dieser anderen Art von Melodie. Ich mag es sehr.

Ich liebe diese ruhige Melodie. Diesen unglaublich schönen Bass. Die Schlichtheit, aus der so viel Schönheit strahlt und die sich selbst genug scheint.

Dein Text, Jöran, spricht mir ein mal mehr und so oft aus der Seele. Diesen eigentlich nicht zu beschreibenden Zustand so einfach und dennoch genau und in nur so wenigen Zeilen auf den Punkt zu bringen – ich danke dir so sehr dafür!!!

„Welcome to my soul.
This is how I feel.
Everyrhin‘ is dead“

Es ist so angenehm diese Dinge aussprechen zu können. Ein Song, der mich immer wieder aufs neue sehr entspannt und sehr viel Druck nehmen kann.

Duo Sthieler Lucaciu – Plauen. Von der wunderschönen Clara Park EP. Am Schlagzeug versteckt Jan Roth, der mit „Regen“ auf diesem Sampler auch einen Titel aus seiner ersten Soloveröffentlichung hat.

Plauen ist, wo vorsichtige Schönheit und Neugier zusammen zu tanzen beginnen. Ich liebe das Schlagzeug, das die Tanzenden hält und gleichzeitig selbst ein wenig ausbrechen kann. Ein Stück das man genießen sollte und vor allem für sich selbst sprechen lassen.

In den Zehn Jahren ist viel passiert. Der Hafen ist gewachsen, klingt reifer und anders. Auch etwas, das ich mehr spüren, als beschreiben kann.

Auch mein Verständnis und meine Wahrnehmung des Musikhörens hat sich vor allem mit, durch und dank A Place Beneath verändert und entwickelt. Es ist immer wieder überraschend wie viele Dinge man an ein und dem Selben Song über die Zeit und je vertrauter er einem wird, anders wahrnimmt und wie sehr sich diese Entwicklung, dieses gehen neuer Schritte auch auf andere Musik überträgt und ich offener geworden bin.

Liebster Hafen, durch euch habe ich nicht nur eine musikalische Heimat und meine Herzensband gefunden, sondern ihr habt mir auch Gefährten und Begleiter geschenkt. In A Place Beneath steckt für mich so unglaublich viel drin, nicht nur von Beginn an, sondern auch all die Dinge und Momente, die während der gemeinsamen Zeit mit dem Album entstanden sind. Doch da ist auch Tasunoro, der mir immer mal wieder ein wunderschöner Begleiter ist und Freund sein kann, der einfach da ist, der spürbar ist. Auch Tinte ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen, denn er ist der, der mir zeigen kann, was ich mir nicht traue.

Dann fehlt zum perfekten Jubiläumsglück eigentlich nur noch die von mir so lang ersehnte Wiederveröffentlichung des Rowdy Club Tape – natürlich auch wieder auf MC. Andie? 😉

An jeden einzelnen von euch alles Gute zum 10. Geburtstag des Zughafens!!

Fühlt euch umarmt
In Liebe
Eure Jacqui

„Wo wir heut stehen hat klar gemacht, was wir erreichen können – wir machten Erfurt zur Hafenstadt!“
(The Rythm Club – Wenn ich weg geh)

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Ein Gedanke zu „Von Hafen zu Hafen

  1. Pingback: Die Farbbombe, die alles auf den Kopf stellt! | Seelenhafen

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