Genuss aus Belgien


Nein, es handelt sich nicht um belgische Schokolade, sondern um eine Entdeckung über den Newsletter vom Grand Hotel van Cleef.

Denn so bin ich auf die vier Belgier der Band Intergalactic Lovers aufmerksam geworden, von der ich bis dato noch gar nichts gehört hatte, noch nicht mal der Name ist mir anderswo über den Weg gelaufen. Umso erfreuter war ich über die überaus positive Überraschung, die mich beim ersten Hören ihrer Songs erwartete.

Über GHvC nämlich haben sie ihr Debüt „Greetings & Salutations“ nun auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz veröffentlicht.

Das Debüt erreicht uns mit einer neu sortierten Titelliste und einem Bonustrack (Feel For You).

Da mich die Musik der Band von Beginn an begeistert hat, möchte ich das Album hier vorstellen.

Danke an Patrick für das Rezensionsexemplar.

Cover
Quelle: ghvc.de

Ich mag dieses Cover sehr gern. Diese Momentaufnahme dieses Schiffes(?) genauso wie die Schriftart in der Titel und Bandname geschrieben sind. All das unterstreicht schon zu Beginn die Leichtigkeit, Entspanntheit und Natürlichkeit des Albums.

Feel For You. Der Bonustrack. Beginnt mit einer entspannt-lässigen Melodie. Dazu die sehr angenehme, aber doch irgendwie raue Stimme, die man auf jeden Fall wiedererkennt von Lara Chedraoui. Im Refrain eine ebenfalls angenehm eingesetzte E-Gitarre. Von keinem Instrument zu viel. Zu keinem Moment etwas unangenehmes. Auch die Soli Momente sind wunderschön – alles ist im Gleichgewicht. Diese Harmonie der Instrumente, die wie ein angenehmer Windhauch an einem sonnigen Frühlingstag immer wieder durch den Song weht. Auch der Gesang erfährt immer mal wieder Variationen, sodass die eingängige Melodie allein nicht alles Leisten muss und somit auch nicht langweilig wird.

Delay. Der erste Song, den ich hörte, und der mich so schnell nicht los gelassen hat, den ich unbedingt zu Ende hören musste, ohne dass er sich selbst und dieses Gefühl aufdrängte. Großartig! Und schon wieder so eine unglaublich schöne und eingängige Melodie, die zum Bewegen einlädt.

After hours of motionless dancing
To the sound of heavy rain
I told myself to pick up the pieces
And go moving on up again

Genau danach klingt dieser Song – nach Bewegung, nach etwas Frischem und Positivem.

Bewegungsloses Tanzen zum Klang von schwerem Regen – ein tolles Bild, was da gezeichnet wird. Ich frage mich gerade was man bei dieser Art und vor allem bei diesem Regen wohl in sich wahrnehmen wird, an innerer Bewegung und Gefühl…

Besonders schön hier die Momente in denen die Worte „through“ und „try“ am Ende in die Länge gezogen werden, denn die Stimme ist dabei so glasklar und kraftvoll, jedoch nicht übertrieben. Und genau diese Mischung macht diese beiden Momente zu Höhepunkten in diesem Lied und ihn für wenige Sekunden diese spezielle Offenheit verleiht. Und auch hier überzeugt ein Instrumental-Teil mit E-Gitarre im Vordergrund.

Bruises. Ein ruhiger Song. Der im Hintergrund die E-Gitarre kurzzeitig eine kleine Landschaft entstehen lässt. Die Melodie an sich hat wieder so etwas unglaublich schönes, eingängiges, sowie ruhiges und gleichzeitig ist sie vorsichtig und beruhigend. Ruhig muss man auch sein, denn er hat etwas zu sagen:

Trees are whispering a story untold
Birds humming tunes oh so old…
[…]
So tell me what to do now
Am I the only one who hasn’t figured this out
So tell me what to do now
I guess the easiest way is to walk that line
And I really hope the best of luck to you
Even though we screwed up bad I still think of you

Die Bridge überzeugt mit einem Stakkatoartigen Rhythmus und auch hier wieder tolle Gesangsmomente und alle Gitarrenliebhaber finden hier auch wieder ein angenehmes Solo, das nicht übertreibt, sondern genau die richtige Dosis findet. Einer meiner Lieblinge auf diesem Album.

Shewolf. Ein eher akustischer Song Mit A-Gitarre, Tasten, und Rhythmusinstrumenten. Auch hier wieder ein Instrumental-Part in dem dann die E-Gitarre ihren Platz findet und dem Song so unglaublich gut steht. Da kommt die Wölfin durch, aber keine Angst sie scheint trotz allem zahm zu sein.

Aber fangen wir vorn an, denn es geht mit einer atemberaubenden Zeile los:

I started the fire in the basement over your heart
Feel the flames getting higher as a rage grows on in the inside

und im Refrain heißt es dann:

Run run run as fast as you can
‘cause I’ve killed before and I’ll do it again

Und es ist tatsächlich ein Rhythmus zu dem es sich wirklich gut rennen oder laufen lässt. Alle Jogger sollten das vielleicht mal ausprobieren, denn trotz der ernsten Zeilen versprüht der Song Leichtigkeit und hat etwas fröhliches in seiner Melodie.

Die Musik von Intergalactic Lovers überzeugt durch ihre Leichtigkeit, die Fröhlichkeit die in den Melodien steckt, die Harmonie und Ausgewogenheit in allem, aber vor allem durch diese Mischung aus Eingängigkeit und gleichzeitig auch Detailverliebtheit. Diese Popmusik hat, was so vielen anderen fehlt: das gewisse Etwas, das Besondere, das die Songs trotzdem nicht überlädt.

Das alles klingt immer wieder unglaublich gemütlich und schön. Immer wieder passt alles zueinander und ineinander, nie ist irgendetwas zu viel. Musik die unglaublich viel Spaß macht und mit der man einfach gute Laune haben muss. Der Frühling kann kommen, denn das Album passt perfekt in diese Jahreszeit. Eine Band mit tollen Melodien, tollen Texten und einer tollen Stimme!

Vor allem aber ist „Greetings & Saltuations“ ein Album, das zum Genießen gemacht ist!!

Fans von Boy seien diese Songs ans Herz gelegt, denn sie haben durchaus Potential euch zu gefallen.

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Ein Gedanke zu „Genuss aus Belgien

  1. Pingback: Päckchen tragen | Seelenhafen

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