This was Aion!


Mit bestürzen habe ich vor einigen Wochen festgestellt, dass es die Band Aion schon seit längerem nicht mehr gibt! Auf ihrer Homepage schreiben sie folgendes dazu:

Hallo Leute.

In der letzten Zeit ist es sehr still um uns geworden und das hat natürlich auch einen Grund. Heute schreiben wir das letzte Kapitel dieser Band, denn jede Geschichte findet eben irgendwann ein Ende.

Im Leben entwickelt man sich oft weiter. Als Band haben wir auch einige dieser Veränderungen durchgemacht, die uns als Menschen zusammengeschweißt haben, aber auch einige, die uns voneinander wegbewegt haben.

Deshalb müssen wir euch heute leider mitteilen, dass es AION in Zukunft nicht mehr geben wird.

Wir möchten uns von ganzem Herzen bei euch für Alles bedanken. Wir haben sehr viel Zeit, Herzblut und Schweiß in diese Band gesteckt und haben dafür auch einiges von euch zurück bekommen. Wir waren viel unterwegs und haben tolle Leute kennen gelernt und viele Erfahrungen gemacht, die uns für unser Leben geprägt haben.

Mit den Worten „Be part of the last chapter“ laden Aion dazu ein, nach ihrem Debütalbum, welches nun auch als ihr letztes in die Bandgeschichte eingehen wird, die letzten zwei Songs, die für die Fans als ein Dankeschön und Abschiedsgeschenk veröffentlicht wurden, anzuhören, zu teilen, und vieles mehr damit zu tun, um Teil dieses Bandkapitels zu werden und sein zu können.

Mit diesem Artikel trage ich meinen Teil zu diesem letzten Kapitel bei.

Die beiden Songs wurden im Februar 2013 aufgenommen und heißen „Islands“ und „Northern Light“.

Islands. Ein Song, der mit schnellen Drums beginnt. Miguels Stimme erinnert mich noch immer an Chester Bennington. Nach den Drums setzt der von mir so sehr geliebte dichte, dynamische und rockige Gitarrensound ein, der auch hier immer ein bisschen Post-Rock Atmosphäre in den Song weht. In Text und Stimme liegt auch wieder die Energie und Kraft, die die Songs mit zu dem macht, was sie sind. Im Fall von Islands dürfte es aber eher Wut und Verzweiflung sein. Und zwar über Misstrauen, das Menschen in einen haben können und auch Verzweiflung darüber, dass man sich selbst abschottet, niemanden an sich heran lässt und deshalb einen bedeutenden und wichtigen Menschen verliert:

And we are islands
We trust in no one else
How can we want this to be our lives?
With million miles of water to seperate our brother?

Hier ist es noch so etwas wie Unverständnis und ein Wachrütteln, denn es ist Kraft und Energie in der Stimme. Doch im nächsten Moment zerbricht diese Wut und Energie, auch die Melodie zerfällt für einen kurzen Moment zu Staub. Und man spürt die Zerrissenheit zwischen der Frage wo ist die alte Zeit hin und was für ein Mist passiert hier eigentlich gerade – wir verlieren uns… und ich kann nichts dagegen tun. Aber im nächsten Moment ist schon wieder die Wut und Kraft zurück und auch die Gitarren gewinnen ihre Kraft zurück:

In your place I’d start finding a way out of this maze
I won’t blame you for mistakes that we’ve all made
But I can’t bear that you won’t let me help

Ein Song voller Schmerz und Wut… und ich werde das Gefühl nicht los, dass es sich hier um die Momente dreht, die die Band voneinander wegbewegt haben.

Und ich frage mich, wie es sich wohl auf solch einer Insel lebt, weit weg von dem Menschen, der einem eigentlich gut tut…

Northern Lights ist das gesamte Gegenteil von „Islands“. Ein Song, der geradewegs nach vorn geht und unbeschwert und locker wirkt. Und an die schönen gemeinsamen Momente erinnert:

But tonight we gonna see our northern lights
Shining bright over our heads while we sing!

We’re now fighting for forgiveness
And you proved me wrong

We bring emotions to the surface
When we sing along

We’re reaching for the sky
Still we’re trying to catch one of the stars
‚cause they remind us all
Of something we once had
Or always just wanted…

Diese positive Stimmung schlägt sich auch in der  Melodie nieder. Voller Freude, Akzeptanz und Energie geht die Melodie voran, ohne auch nur einen Moment zu Zweifeln oder aus Angst zurück zu schrecken und stehen zu bleiben. Sie ist zusammen mit Stimme und Text die treibende Kraft. Und alle sitzen sie gemeinsam am Abend unter freiem Himmel und legen den Arm um die Schultern und schauen mit einem lächeln auf die Momente, die sie zusammengeschweißt haben…

Diese beiden Songs sind ein gelungener Abschied der Band und zeigen noch einmal, was die Jungs während ihrer gemeinsamen Zeit erlebt haben und wie großartig ihre Musik ist. Man darf gespannt sein, wen man vielleicht irgendwann Solo, oder in anderen Projekten wieder begegnen wird.

Und eines wird wohl für immer und alle Aion-Songs gelten: „We bring emotions to the surface, when we sing along“!

Also, seid auch ihr Teil dieses letzten Stückes Bandgeschichte und teilt die Songs:

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2 Gedanken zu „This was Aion!

  1. Den „like“ natürlich nicht für die Auflösung, sondern für den Breicht darüber, für das Darauf-Aufmerskam-Machen, für die tolle Musikempfehlung… Danke!
    Liebe Grüße
    ulli
    P.S. Auflösungen halten elten länger als 3-5 Jahre 😉

    • Es freut mich immer wieder, wenn durch meinen Blog jemand Musik für sich entdeckt! 🙂 auch das ist ein Grund, warum ich es so gerne tue.

      Dann kann man ja nur hoffen, dass es in diesem Fall auch nicht länger als 3-5 Jahre dauert… 😉

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