Der kühle Rausch der Mitternacht

Ill-Luzion ist bekannt für seine Beats, die sich auf verschiedensten Rap-Alben finden. Zusätzlich war er in den letzten Jahren auch für Mix und Master verschiedener Alben verantwortlich. Doch er hat sich auf neue Wege begeben und seine ganz eigenen Beats entstehen lassen, dessen erstes Resultat die „Long Way To Go“ EP im Jahr 2010 war.

Vier Jahre später ist daraus sein Album-Debüt „Midnight Visions“ gewachsen. Darauf finden sich 16 atmosphärische Songs, zwei davon mit Features.

Ill-Luzion selbst über dieses Album:

„Der Gedanke an ein eigenes Album begleitete mich in den Jahren der Entstehung durch die verschiedensten Phasen meines Lebens und reifte von Jahr zu Jahr zu einer Krankheit heran. Erst nachdem ich die fertige CD in der Hand hielt wurde jeder Zweifel aus dem Weg geräumt und die Euphorie und Begeisterung mit der ich das Projekt startete kehrte wieder zurück. „Midnight Visions“ ist für mich eins meiner intimsten Werke und ich freue mich darauf es nach sechs Jahren Arbeit mit der Welt teilen zu können.“

Danke an Stefan Schwenzfeier für das Rezensionsexemplar.

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Ein Ausflug ins Abstrakte

Das Trio Schmetterling sind Alexander Binder, Jan Roth und Keisuke Matsuno. Zu Hause sind sie in Erfurt und New York. Die Musik, die sie machen ist instrumental und entsteht durch Bass, Schlagzeug, E-Gitarre und Synthesizer.

Im Interview auf mucbook beantworten sie Fragen zu ihren Songs so:

http://www.mucbook.de/2013/05/12/interview-trio-schmetterling/

Ihr habt einmal gesagt, eure Musik klingt wie ein Soundtrack, zu dem es keinen Film gibt. Wie sollte so ein Film aussehen?

Jan: Schwer zu sagen. Jeder spult seinen eigenen Film ab, es gibt ja niemanden, der Texte oder Inhalte vorschreibt. Das eigene Kopfkino ist wichtig.

Ihr sprecht gerade die fehlenden Texte an. War Stimme oder Gesang für euch nie ein Thema?

Jan: Nie, nie, niemals. Wir haben einen anderen Zugang zur Musik, als jemand der Songs schreibt. Wir gehen über unser Instrument ran.

Alex: Worte sind nicht das Medium, mit dem wir uns am besten ausdrücken können. Wir fühlen uns so viel wohler, da können wir vielmehr damit sagen. Eure Musik ist also rein durch die Titel mit Wörtern verbunden.

Was hat es denn mit den Songtiteln 17, 18, 21 auf sich? Hat euch 19 und 20 nicht gefallen?

Jan: Wir wollten bei einigen Songs bewusst irgendeinen Inhaltsbezug umgehen. Diese Songs haben eine bestimmte Farbe, die zu den einzelnen Zahlen passt.

Der Schmetterling spielt ebenfalls eine sehr große und bedeutende Rolle:

Was haben eigentlich Schmetterlinge mit eurer Musik zu tun?

Jan: Zu den Hochzeiten unserer Namensüberlegungsphase waren wir in Berlin und kamen an einem Stripclub vorbei, der Butterfly hieß. Fanden wir gut. Bei Schmetterling kommt „schmettern“ im Wort vor, was ja schon mal ziemlich laut ist. Wir mögen auch das Flatterhafte: Ein Schmetterling ist mal auf der einen Blüte und dann auf der anderen Blüte und holt sich überall Inspiration.

Alex: Es ist ein Symbol für Fluktuation und Bewegung. Ein Schmetterling lässt sich nicht so leicht fangen. Das spiegelt die Musik wieder.

Wie wichtig ist euch der Schmetterling im Vergleich zu euren Neben- bzw. Solo-Projekten?

Jan: Oberwichtig. Bei anderen Projekten sind wir mehr Mitläufer.

Keisuke: In dieser Konstellation entwickelt sich nicht nur jeder als Individuum weiter, wir sind als Trio gewachsen. Und das ist etwas Besonderes.

Alex: Hier können wir uns am besten entfalten, weil das Musik ist, die wir für uns geschrieben haben. Das ist unser Herzblut.

Doch nicht nur für das Trio spielt der Schmetterling eine große Rolle, sondern auch für den Seelenhafen, ist er bedeutend, wenn man bedenkt, dass auf altgriechisch Psyche bzw. Seele (ψυχή) auch so viel wie Schmetterling bedeutet – oder auch andersherum Schmetterling gleichbedeutend mit Seele ist.

So gibt es wohl keinen passenderen Ort für das Trio und ihren Zweitling Globus, als hier im Seelenhafen. Denn wo könnte sich die Seele ihrer Musik besser ausbreiten als hier und wo könnte ich meine Eindrücke schöner wiederfinden, als in einem für diesen Blog so passendem und wichtigem Symbol wie dem Schmetterling. Ich wünsche mir sehr, dass euch mein Blog eine Art virtuelle Heimat sein kann.

Veröffentlicht wurde das Album diesmal nicht über Analogsoul, sondern über das Label Traumton. Und immer noch besteht eine enge Verbindung zum Netzwerk des Zughafens. Nicht nur, dass Alex Binder Gitarrist in der Band von Max Prosa ist, sondern es haben auch Marcel Aue (auch bekannt als DJ Malik in Cluesos Band), sowie Frieder Oelze mitgewirkt. Sie sind verantwortlich für das Foto im Booklet und das Artwork des Albums. Außerdem ist Jan Roth ebenfalls Schlagzeuger bei den Hundreds, dessen eine Hälfte ebenfalls Teil der Clueso Band ist.

Genauso abstrakt wird auch diese Rezension werden

Danke an Alex, für das Rezensionsexemplar.

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DJ s. R. – Sleepless Nights

Stoff für die nächste (nachdenkliche) schlaflose Nacht.

Das Video wurde von Imun gestaltet.

Laut 58 Muzik ist Sleepless Nights „das erste Video einer geplanten Reihe von neuen Songs mit der dazugehörigen Visualisierung ….

Weitere Neuigkeiten zu s. R. gibt es hier.

In der Nacht mit dem Tage

Über Klaviermusik zu schreiben ist für mich eine Herausforderung. Denn Klaviermusik ist für mich die Einzige, bei der Glück und Leid so unglaublich nah beieinander liegen, dass sie schon ineinander Verschmelzen, oder in nur wenigen Tönen zugleich erklingen. Die einzige Musik, die mich auf so intensive Art und Weise berührt und von der ich immer wieder unglaublich ergriffen bin. So auch als ich durch den November-Nesweltter des Zughafens auf Martin Kohlstedts Solo Debüt aufmerksam wurde, und die ersten Töne hörte.

Überhaupt dürfte dem ein oder anderen Zughafen-Liebhaber Martin Kohlstedt schon über den Weg gelaufen sein. Sei es als Teil der Band von Ryo, oder als Mitglied von Marbert Rocel bzw, Karocel. Außerdem ist er Mitglied bei Diekenstiek.

Filmmusik produziert Martin Kohlstedt mit seinem Fimmusik-Label Mamaro ebenfalls. Alle Spotify-Nutzter können sich mit „Piano Colours“ ein Bild machen. Entstanden ist „Piano Colours“ für einen Verlag. Und wer Mamaros Filmmusik „in Aktion“ sehen möchte, der sollte sich den Kurzfilm  „Margot“ der Bauhaus Universität Weimar ansehen, denn auch da war Martin an den Tasten. Gezeigt wurde dieser Film während der  diesjährigen ARD-Themenwoche „Leben mit dem Tod“.

Mit „Tag“ erscheint nun (23. November 2012) Martins erstes offizielles Soloalbum.

Danke an Martin, für das Rezensionsexemplar.

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Brandungspuzzle

Eine Review-Anfrage hat den Seelenhafen erreicht. Ein große Überraschung, denn so oft bekommt der Seelenhafen gar keine Anfragen. Noch größer wurde die Freude über die Anfrage, als ich in die Songs rein hörte und von Beginn an wusste, dass diese Musik genau mein Geschmack ist und noch dazu wirklich, wirklich gut gemacht, für eine so kurz existierende Band. Wassermanns Fiebertraum nennen sie sich und spielen Post-Rock Songs.

Zu einer Band zusammen gefunden haben sich Christian (Gitarre), Michael (Gitarre), Peter (Schlagzeug) und Reinhard (Bass) im Sommer 2011. Alle kommen sie aus Niederbayern, aber studieren nun verstreut in Niederbayern und Österreich.

Bisher veröffentlichte man eine (digitale) Mini EP und eine Single (ebenfalls digital). Die Single gehört zum Album „Brandung“, welches im April 2012 erschienen ist.

Wer mehr über die Band, deren Namen usw. erfahren möchte, der sollte sich unbedingt diesen Artikel durchlesen.

Vielen Dank an Reinhardt für das Rezensionsexemplar.

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The Morphium Sky Into Your Soul

Our Ceasing Voice eine Band aus Österreich. Aufmerksam auf

Sebastian Obermeir • Gitarren – Programmierung
Eyup Kus • Bass – Akustische Gitarren – Gesang
Reinhard Obermeir • Gitarren – Gesang
Markus Rappold • Schlagzeug – Synthesizer

wurde ich vor einigen Jahren durch Den Blog „postrockcommunity – silnece is also a sound“.

Damals veröffentlichten sie gerade ihre erste EP namens „Steadied Stars In The Morphium Sky“ und ich war vom ersten Moment an gefesselt und begeistert von ihrer Art und Weise Postrock und Ambient zu vereinen und überhaupt von diesen überwältigenden, hauptsächlich von post-rock getragenen, Melodien.

Inzwischen haben sie einige Veröffentlichungen auf ihrer Discographie: Ein Studio Album, ein Live Album, mehrere Singles, sowie eine Split EP. Das nächste Studio Album wird es am 18. Januar 2013 geben („The Day Last November“).

Steadied Stars In The Morphium Sky“ wurde zwei mal veröffentlicht. Einmal im Januar 2009 mit nur vier Songs und ein weiteres Mal als Special Edition im November 2009 mit weiteren vier Songs. Und ab 15. Dezember 2012 wird die Special Edition als Vinyl wiederveröffentlicht und enthält einen weiteren, bisher unveröffentlichten, Song (His Halo in Pieces).

Diese Veröffentlichung möchte ich zum Anlass nehmen, eine Rezension über die EP zu schreiben.

Vielen Dank an Our Ceasing Voice / Doognad Records für das Rezensionsexemplar.   Weiterlesen